CD-REVIEWS:

Mechanical Spin Phenomena    MNEMIC: "Mechanical Spin Phenomena"
CD (Nuclear Blast)

MnemicSo langsam wird es eng im Gerangel um die Thronfolge der (gott ist grausam...) viel zu früh dahingeschiedenen, genialen und unvergleichlichen Angstfabrik (FEAR FACTORY) aus den Staaten.

"Mechanical Spin Phenomena" heißt der etwas umständliche Titel der Newcomer MNEMIC aus dem Staate Dänemark. Dänemark? Ja, auch "Raunchy", die bis dato heißesten Anwärter auf die FF Nachfolge, kommen ebenfalls aus dem Land des teuren Bieres. Allerdings gehen MNEMIC noch einen Schritt weiter, was den futuristischen Part angeht. Wo "Raunchy" mehr den straighten Spaßfaktor betont und mehr wie Hevy-Devy Devin Townsend klingen, prügeln MNEMIC deutlich härter und metalischer in die Felle. Hier und da scheuen MNEMIC nicht davor zurück, leichte NuMetal anleihen einfließen zu lassen. Und wie erwähnt, hat die Angstfabrik deutlich Ihre Spuren hinterlassen.

Schon der Opener "Liquid" zeigt wo es langgeht. Abgehackte Gitarrenriffs die mächtig Ass-Kicken und tief in die Magengrube rummsen. Und dieses Rezept ziehen die Dänen konsequent durch. Einzelne Titel hervorzuheben ist bei dieser hohen Qualität schwer, einzig die Single "Ghost" sticht heraus, da die Band hier alle Elemente verquickt hat. Treibende, stampfende Beats, mechanische Klänge und ein klasse Refrain wischen einem die Tränen vom Split Fear Factorys aus den Augen. Wo wir schon bei den Vergleichen sind, der knapp 8 Minuten ChillOut-Rausschmeißer "Zero Gravity" ist wohl mehr als eine Hommage an die "Angsfabrik", die mit "Therapy for Pain" Ihr "Demanufacture" Album fast Kopiegleich beendet hat.

Fazit, ein tolles Album das MNEMIC eine große Fanschar bescheren wird und enorm Lust auf kommende Livegigs macht!


Alexander Treder für GOTHICWORLD


Tracklist:

1. Liquid
2. Blood Stained
3. Ghost
4. DB'XX'D
5. Tattoos
6. The Naked And The Dead
7. Closed Eyes
8. Mechanical Spin Phenomenon
9. Zero Gravity


www.mnemic.com