CD-REVIEWS:

Pieces Of Primal Expressionism    MÖRK GRYNING: "Pieces Of Primal Expressionism"
CD (No Fashion)

Mörk Gryning MÖRK GRYNING sind eine der wenigen Bands, die sich in den letzten Jahren aus dem Black Metal-Sumpf frei spielen und einen wirklich eigenständigen künstlerischen Ausdruck finden konnten, ohne dass dies zu Lasten der Härte gegangen wäre.

"Pieces Of Primal Expressionism" setzt diesen Weg konsequent fort, wobei der kreative Ausdruck und die Durchschlagskraft der acht Songs trotz aller progressiv anmutenden Breaks und instrumentalen, zum Teil psychedelisch anmutenden Zwischenspiele brutaler nicht sein könnte. Ein Beleg dafür, dass sich Härte auch durch ständige Dynamikwechsel definieren lässt, und nicht nur durch stumpfes Stakato-Drumming.

Die Palette der musikalischen Spielarten, die hier Verwendung findet alle aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Rezension bei weitem sprengen, macht aber gleichzeitig deutlich, welch grossartige Musiker sich hier zusammengefunden und Songs geschrieben haben, die eben nicht der standardisierten Formel für das Black Metal-Album von der Stange entsprechen. Stellvertretend für die durchgängige Klasse dieses Albums sei hier "The Cradle Of Civilization" genannt, ein wahnwitzig anmutendes, sechsminütiges Panoptikum unterschiedlichster Stilarten und Ausdrucksformen, angefangen bei den heftigsten Schlagzeugattacken bis hin zu den romantischsten Streicherarrangements.
Mehr als beeindruckend, diese "Pieces Of Primal Expressionism".


Michael Kuhlen (OBLIVEON) für GOTHICWORLD


Tracks:
01 - The sleeping star
02 - The cradle of civilization
03 - Perceptual dissolution
04 - Our urn
05 - The old man´s lament
06 - The worm
07 - Fragments and pieces
08 - On the verge of prime divinity

www.mork-gryning.com