CD-REVIEWS:
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OHGR:
"Sunny Psyop" CD (Spitfire / Eagle Rock)
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Alben von Skinny Puppy bzw. Soloalben von Mitgliedern der
kanadischen Electro-Legende umwehen immer den Hauch von Kult und kreativem
Genie. So war es schon bei "Welt", dem 2001 veröffentlichten Werk
des Skinny Puppy-Sängers, und so ist es auch bei "Sunnypsyop". Die
Erwartungshaltung ist dementsprechend hoch, doch anstatt sich neuen und
vermeintlich innovativen Kreationsschüben hinzugeben, macht Ogre
bewusst einen Schritt zurück und huldigt auf dem neuen Werk den
musikalischen Helden seiner Kindheit. Gary Numan, den Ogre selbst als
einen seiner wichtigtsen Einflüsse bezeichnet, kommt dem Hörer dabei
mehr als einmal in den Sinn. So könnten beispielsweise "Dog",
"Majik" oder der Opener "HiLo" durchaus aus der Feder Numans
stammen, während die britische Electrolegende Cabaret Voltaire sicherlich
bei "Iovnow" Pate gestanden hat. Das nachfolgende "Shite"
orientiert sich weiterhin an frühen Industrialacts und lässt etwas
von dem Skinny Puppy innewohnenendem Chaosfaktor erahnen, ohne auch den Rest
des Albums vollständig in Beschlag zu nehmen.
"Sunnypsyop"
ist ein grundsolides Werk, das seine Stärken erst nach und nach offenbart
und ein wenig Geduld erfordert, geht man mit einer falschen Erwartungshaltung
an das Album heran.
Michael Kuhlen (OBLIVEON) für
GOTHICWORLD
Tracks: 01. HiLo 02.
maJik 03. JaKo 04. ChemTale 05. WaTergaTe 06. DoG 07.
iOvNow 08. ShiTe 09. SunBurn 10. EnDai
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