CD-REVIEWS:
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IN EXTREMO:
"7" CD (Motor / Universal)
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Das verflixte siebte Album, doch Berlins Mittelalterrecken
umschiffen auch diese Klippe wieder einmal mühelos. Dabei haben IN
EXTREMO sich, sowohl was die mittelalterlichen als auch die metallischen
Einflüsse angeht, wieder der Wurzeln ihrer Musik besonnen und stärker
hervorgearbeitet.
Vor allem die Gitarre brät ungemein heftig, man
höre alleine Songs wie "Albtraum" oder "König Nimrod",
während mittelalterliche Melodien und Instrumentierungen wohl platziert
und dosiert die Rückbesinnung zu den urspünglichen Wurzeln In Extemos
markieren. Einen Song wie "Davert-Tanz" hat man von IN EXTREMO
zumindest schon seit einiger Zeit nicht mehr vernommen.
Doch auch in
der Kombination der Einflüsse beweisen die Berliner um Michael Rhein mit
"Ave Maria", "Mein Kind" oder dem wirklich wundervollen
"Melancholie" nach wie vor ihre Ausnahmestellung innerhalb der
Mittelalterfraktion. Hinzu kommt ein für die Mittelalterszene
einzigartiger Wortwitz, der intuitiv ist und die Authenzität, mit der
gerade Das letzte Einhorn sein Leben als fahrender Vagabund lebt, nur
unterstreicht. Hier seien "Nymphenzeit" und das Fernweh erweckende
"Segel setzen" besonders hervorgehoben.
Natürlich fehlt
auch die Hitsingle "Erdbeermund" nicht, die "7" abrundet und das
nach dem Stilwechsel von Subway to Sally aufgekommene Gerede um einen
Niedergang der Mittelalterszene ad absurdum führt.
Michael
Kuhlen (OBLIVEON) für
GOTHICWORLD
Tracks: 01. Erdbeermund
02. Sefardim 03. Ave Maria 04. Mein Kind 05. Sagrada Trobar
06. Küss mich 07. Davert-Tanz 08. Melancholie 09.
Albtraum 10. Pferdesegen 11. Nymphenzeit 12. Madre Deus 13.
Segel setzen
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