CD-REVIEWS:

Anodyne    NEON DREAM: "Anodyne"
CD (Equinoxe Records)

NeondreamWie der erste Eindruck doch täuschen kann. Das der Bandname NEONDREAM, der Albumtitel und auch das gleißende Cover von "Anodyne" läßt im ersten Moment auf eine Syhtiepop-Band schließen, doch die ersten Klänge des Intros lassen vielleicht eine sehr verspieltes Werk Schwarzromantiker vermuten, doch dann wird man vehement mit ganz anderen Welten konfrontiert. Zuerst glaubt man seinen Ohren nicht, knochentrockene Gitarren-Grooves, schroffe treibende Drums in bester Sisters/Fields-Manier feiern die Münsterianer einen modernen Oldschool-Gothicrock ab, der sich beileibe nicht hinter den deutlich hervorklingenden Vorbildern zu verstecken braucht. Ein Wechselbad in Düsternis, Depression und Melancholie. Wohl das Gelungenste, was ich zuletzt an traditionellen Gothicrock-Wiedergeburten/Clones gehört habe!

Dabei legt Sänger Klaus gekönnt das gesagte Timbre an den Tag, ohne dabei so kliescheehaft zu klingen, wie der Möchtegern-Vampier gehypter Neununsechzig Augenringe. Hier und da schafft man mit Hilfe einer Gastsängerin und fröstelnd-schönen athmosphärischen Passagen eine gelungene Abwechslung zwischen treibenden Gothicrock-Hits. Ein hervorragendes Debut, jedem schwarzen Herzen an die Seele gelegt!

Anspieltipps: „Neon Dream“ und „Overscreening“. Hervorragend auch das 8-minütige „Viable“ mit besten Cure-Einflüssen.


Sir Ritchie für GOTHICWORLD


Tracks:
1 – Incoming
2 – Neon Dream
3 – Whining Sounds
4 – Red Light Anodyne
5 – Entrain
6 – If There Was A God
7 – Overscreening
8 – Viable
9 – Lilith


/www.neondream.de