CD-REVIEWS:

The Quiet    BELLA MORTE: "The Quiet"
CD (Metropolis Records)

Bella MorteMit dem bahnbrechenden Erfolg der CRÜXSHADOWS scheinen sich nun doch einige amerikanische Bands mehr, nach dem europäischen, in diesem Falle deutschen Markt umzusehen. Mit "The Quiet" legen nun BELLA MORTE nun schon ihr zweites Fulltimealbum hier in unserem Land vor.

Wo der Vorgänger "Where Shadows lie" vielleicht noch ein wenig unausgegoren, zu zusammengestückelt klang, (was einfach auch in der Natur der Sache lag, immerhin handelte es sich dabei um eine Art Zusammenstellung der bis dato veröffentlichten und unveröffentlichten Songs.) so entfalten die Jungs auf dem neuen Werk ihre Qualitäten in schönster Weise.

Worin diese nun liegen?
Fast möchte man es typical american Goth Style nennen. Wie schon auf dem Vorgänger bieten BELLA MORTE eine Mischung aus dem verdammt an 80er Jahre erinnernden Popsounds, einigen Gitarrenelementen, gute fast tanzbare Rhythmen, die Energie des Punk und eben dem fast schon typischen, wehmütigen Gesang der amerikanischen Gothsänger. Sehr viel Melodie, kurze prägnante Stücke, fast minimalistisch zu nennen in ihrer Einfachheit, in denen immer wieder Namen längst vergangener Zeiten aufzublitzen scheinen. Ob nun NEW ORDER, THE CURE oder gar A FLOCK OF SEAGULLS, trotz allem beweisen BELLA MORTE eine fast schon verblüffende Eigenständigkeit.

Bella MorteIm Gegensatz zum Vorgänger scheinen sie etwas härter geworden zu sein. Neben den elektronischen Grundgerüsten und fast poppigen Synthiegebilden, den eher wavigen Arrangements, donnern immer mehr Gitarren auf, treibend, rockig ja fast punkig, werden schöne Melodien mit Danceelementen und wütender, rotziger Attitüde verbunden. Über allem ein gesunder Schuss Schwermut, Melancholie und Sehnsucht. Ein ganzer Teil der Songs dürfte in den einschlägigen Clubs demnächst des Öfteren zu hören sein. Denn dort gehören sie hin. Oder eben auf die Bühne, was wir vielleicht ja auch mal erleben dürfen. (Im Dreierpack mit THE LAST DANCE und THE CRÜXSHADOWS??)

Diese Musik ist wild, poppig, rockig, wavig, punkig, tanzbar, melancholisch, voll guter Hooklines und durchaus einprägsamer Melodien. Ein wenig Nostalgie und Wehmut kommt auf. Die Erinnerung an alte Zeiten, als alles noch so einfach war und man in den Clubs gleichermassen nach alten 80ies Sachen, wie auch THE SMITH oder THE CULT tanzte. Als alles sowieso "nur" Wave, New Romantik oder gar "Gruftie" war und man sich noch einen Dreck um Differenzierungen, Rituale oder gar dem Sinn des ganzen scherte. Hauptsache es war etwas anderes als MODERN TALKING...
Lasst uns einfach noch mal daran zurückdenken, als Gothic noch Pop und tanzbar war, man seine punkigen Wurzeln (al a JOY DIVISION) noch nicht verleugnete und ein guter Wavesong einfach nur aus Synthie, Gitarren, Drumcomputer und einer leicht nöligen, eher hohen Stimme bestand. Denn dort, genau dort, werden wir BELLA MORTE finden und uns freuen das es diese Musik noch gibt, auch wenn sie etwas altbacken klingt. Denn eines war/ist diese Musik in jedem Fall: Verdammt gut!!!!!!


Thomas Sabottka für GOTHICWORLD


"The Quiet":

01 - Regret
02 - Logic
03 - Whispers
04 - First Light
05 - The Quiet
06 - Living Dead
07 - Echoes
08 - Hope Again
09 - I Follow
10 - Always
11 - Christina
12 - Ember
13 - Wires
     Kontakt:

www.bellamorte.com

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