Live-Review: COVENANT 10.11. Live Music Hall, Köln
In der gut gefüllten Live Music Hall fand am 10. 11. Das
weiberelectronische Pflichtereignis des Jahres für Köln und Umgebung
statt: COVENANT (+ Support SEABOUND aus Bielefeld) begeisterten in gewohnter
Manier, sowohl mit bekannten Gassenhauern als auch neuem Repertoir.
Mit schwedischem Charme und hinreißenden Tanzeinlagen
eroberten sie sofort mit dem Opener "Monochrome" Herzen und Ohren des
rheinischen Publikums. Kurz darauf brodelte die Stimmung bereits bei
"Feedback" um direkt im Anschluß beim aktuellen Chartbreaker
"Call The Ships To Port" überzukochen.
Nach diesen Eingangskrachern gönnten uns die drei Nordlichter
eine besinnliche Phase mit den balladesken Höhepunkten des aktuellen
Albums "Northern Light". So blieb Zeit und Gelegenheit, das puristisch
gehaltene Bühnenbild wahrzunehmen. Was die Musik für die Ohren bot,
verstärkten vier Monitore mit Videoinstallationen für die Augen.
Fortwährend ablaufende Bilder - fast tranceartig monoton - setzten dennoch
punktgenaue Akzente zu den musikalischen Peaks.
Daß trotzdem die Stimmung im Mittelteil des
Konzerts ein wenig absackte, lag vielleicht weniger an den technischen
Problemen von Keyboarder Clas (Keyboard mußte ausgetauscht werden etc.),
als viel mehr an der nicht unbedingt überzeugenden Playlist. Zum Beispiel
"Tension" - eine Singleauskopplung aus der "Europa" - ließ
das Publikum weitgehend kalt. Erst bei "I Am" sprang der Funke wieder
über und war gleichzeitig Auftakt zum fulminanten letzten Drittel. Nun
bediente die Electro-Boygroup ihre Fans mit allen Krachern der letzten Alben,
wie "Stalker" und "Dead Stars". Dabei bekommt man nie eine
1000-fach gehörte Albumversion geboten, sondern immer überraschende
Variationen - deshalb ist COVENANT auch immer wieder
aufs Neue eine Live-Band mit Überzeugungskraft.
Publikum und
Musiker feuerten sich gegenseitig an und man konnte einen immer emotionaler
agierenden Eskil erleben, dessen Auftritt sich nahezu bis ins Dramatische
steigerte. So applaudierte das Publikum die Band noch drei mal wieder auf die
Bühne und bekam noch besondere Highlights aus dem Gesamtrepertoir der Band
zu hören: von "Like Tears In Rain" über "One World One
Sky" bis hin zum abschließenden Höhepunkt, dem Remix eines
besonderen Tanzflächenknallers : das fast selbstvergessen tanzende
Publikum wollte scheinbar nicht bemerken, daß die Musiker die Bühne
bereits verlassen hatten, während "Figurehead" noch einige Minuten
ausklang.
Steffi D. & Linda G. für
GOTHICWORLD Photos: Linde G.
Zum Review zu
"Northern
Light"
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