CD-REVIEWS:

In Defiance Of Existence    OLD MANS CHILD:
"In Defiance Of Existence"
CD (Century Media)

Old Mans ChildRespekt, Respekt. Anstatt sich auf dem Black-Metal Olymp auszuruhen, den Galder mit dem Eistieg bei Dimmu Borgir zweifellos erreicht hat, legt er das mittlerweile sechste und beste OLD MANS CHILD Album vor.

Produziert und aufgenommen wurde nicht irgendwo, sondern im mittlerweile neuen Mekka tiefschwarzer Metalbands: Studio Fredman in Göteborg, Schweden. Gemixt von niemand anderem als Frederik Nordström, der mittlerweile eine beidruckende Referenzliste mit Namen wie Arch Enemy, In Flames oder At The Gates vorweisen kann. Auch bei seinen stets wechselnden Bandkollegen hat sich Chef Galder diesmal nicht lumpen lassen. Neben Jarder, der auch schon auf früheren Alben mitwirkte, trommelt Dimmu Borgir-Kollege Nicholas Barker, was soll man noch zu Ihm sagen?, auf "In Defiance Of Existence" die unheiligen Seelen zusammen.

"In Defiance Of Existence" ist vor allem eins. Härter und kompromissloser als die jüngsten Vorgängeralben, was besonders auf Nicholas überirdischem Drumming beruht. Wo vorher die simple Doublebass-Attacke herhalten musste, trommelt Nicholas einarmig schneller,härter und vorallem abwechslungsreicher. Den größten Unterschied macht definitv Galders Gesang. Es störte mich immer etwas, das seine Stimme durch etliche Verzerrer und Doubler gepresst wurde, bis er wie aus dem siebte Kreis der Hölle klang. Auf "In Defiance Of Existence" sind sämtliche Schnörkeleien passé, Galder klingt rauh, pur und kann Dimmu Borgirs Shagrath glatt Konkurrenz machen. So mutieren Songs wie der Opener "Felonies of the christian art" oder "Agony of fallen grace" nach einigen Durchläufen zu echten Hits und sprühen nur so vor Spielfreude und dem OLD MANS CHILD-typischen Bombast. Allerdings nicht überladen wie teilweise Songs von Galders neuem Arbeitgeber, sondern geschickt in die Songs eingewoben, gerade so viel das es wirkt.

Besonders ans Herz lege ich Euch den Song "The Soul Receiver". Ein echtes Schmuckstück, voller Experimentierlust. Wie schon Satyricon bewiesen haben, ergeben dunkle Trip-Hop Einflüsse ala Massive Attack und finsterer atmosphärischer Black-Metal einen verdammt erstklassig klingenden Bastard.

"In defiance of existence" legt die Messlatte des Black Metal früh im neuen Jahr verdammt hoch, warten wir ab wer das zu toppen weiß...

Ach ja, nur dem blinden wird das erstaunliche Cover-Artwork entgangen sein. Schöpfer dieses fantastisches Bildes ist Shannon Hourigan. Schaut mal bei www.semperstudio.com rein, wer mehr sehen möchte.


Alexander Treder für GOTHICWORLD


"In Defiance Of Existence":
01 - Felonies of the christian art
02 - Agony of fallen grace
03 - Black seeds on virgin soil
04 - In defiance of existence
05 - Sacrifice of vengeance
06 - The soul receiver
07 - In quest of enigmatic dreams
08 - The underworld domains
09 - Life deprived
     Kontakt:

www.oldmanschild.tk

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