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EUPHORBIA:
"Wintersonne" Promo-CD
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Ich muß zu
diesem Review eins vorwegschicken. Natürlich besprechen wir hier viele
Bands, die auf auf unserem GWT-Festival auftreten (GARDEN OF DELIGHT, THE HOUSE
OF USHER, THE CRACK OF DOOM, ASP, ...), aber ich versuche trotzdem objektiv an
die Sachen heranzugehen. Es liegt mir fern, aus Promotion-Zwecken die Reviews
schön zu färben. Außerdem haben wir ja auch positive Reviews zu
Bands, die nicht bei uns auftreten (THE GATHERING, BEHIND THE SCENES, SCREAM
SILENCE, CRYPTIC CARNAGE, N-COR, ...). Andererseits nutzen wir natürlich
diese Plattform, ALLE CDs die uns zugesendet werden, zu besprechen. Im Zuge des
GOTHICWOPRLDTREFFENS sind halt viele Festival-Teilnehmer dabei. Ist doch
normal, oder? Bei EUPHORBIA ist es auch wieder so ein Ding.
Nachdem WINGS OF DESTINY ja bekanntermaßen Personalprobleme gekriegt
haben und ihre Teilnahme am GWT in Frage stand, suchten wir nach einem
gebührenden Ersatz. DJ MAGNUS gab uns den Tip uns mal was von EUPHORBIA
anzuhören, Martin von THE HOUSE OF USHER kannte sie auch und wir
wußten nach dem ersten Hören von "Wintersonne"sofort: Das ist es!
Die Recordings zu der CD "Wintersonne" waren wohl nach
der Aufnahmequaltität zu urteilen, wieder so eine
2-Tage-und-Nächte-Aktion, aber Producer J.Walldorf (TOXOPLASMA) hat sein
Bestes gegeben, zumal EUPHORBIA bestimmt kein Punk ist. Und so erfreulicher
ist, wie sehr die erfrischenden Themen, textlich wie musikalisch
rüberkommen. Gleich der erste Song "Sinn - Zweck - Halt"
kommt so knackig frisch daher, mit Ohrwurm-Synthietunes, groovigen, echten
Drums und abwechslungsreich der deutschsprachige Gesang von Thorsten (Synthies,
Gitarren) und Katrin. Der Refrain kommt schon verdammt nahe an Gothic-Hymnen
wie LACRIMOSAs "Stolzes Herz" heran hat aber ganz eigene
Qualitäten. Der nächste Song "Nachtgebet" beweißt
wiedereinmal, daß es durchaus möglich ist deutsch zu singen ohne
daß es kitschig kommt. Dazu die Versatzstücke in französisch
und die Musik erfreulich erfrischend. Die Synthies erinnern stark an
NDW-Knaller der Achziger, aber der Song ist voll im Zeitgeist des gerade
angebrochenen Jahrtausends. Die Arrangements sind noch variationsreicher. Der
männliche Gesangspart wird diesmal vom Bassisten J.B.
bestritten. "Mirror" powert sofort mit heavy Gitarren, dachte
schon leicht überproduziert. Aber dann, diesmal in englischer Sprache eine
einer russischen Volksweise (?) entliehene Melodie, an die sich sonst
höchstens NIGHTWISH ran gewagt hätten! Toll und macht live bstimmt
ganz besonders viel Spaß! Den Abschluß macht im
6/8-Takt und mit Kirmesorgel-Intro "K.I.R.A." wohl die Hype der S/M-Szene, wenn
sie mal Musik hören würden. Nunja, aber musikalisch sehr gut
umgesetzt. Also uns haben die vier Songs überzeugt. Ihr
könnt ja mal in die MP3-Auschnitte reinhören. Sicher ist, EUPHORBIA
steht ganz am Anfang eines vielversprechenden Weges und wir werden noch viel
Spaß zusammen haben!
ritchie
für GOTHICWORLD |