CD-REVIEWS:
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EVEREVE:
"E-Mania" CD (Massacre Records)
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Da war ich sehr gespannt, wie die Geschichte von
EVEREVE weitergehen würde. Denn nach den beiden ersten
vielversprechenden Gothic Metal-Ablen "Seasons" (1997) und
"Stormbirds" (1998), dem Label-Kickhack mit Nuclear Blast und dann 1999
der Freitod des EVEREVE-Sängers Tom, begann trotz erster
Achtungserfolge eine harte Zeit der Neuorientierung für die Band aus
Suddeutschland.
Nachdem man es zunächst mit einem Gast-Vocalisten
und neuem Drummer versuchte und man mit "Regret" ein eher
gemäßigtes Gothic Rock Album veröffentlichte, scheint 2001 der
Wendepunkt für EVEREVE definitiv vollzogen. Keyboarder "MZEve51"
übernahm selbst das Micro, die Zusammenarbeit mit Programmierkünstler
Jörg Hüttner (Dorsetshire, Relatives Menschsein, Monaco X), ein neuer
Deal bei Massacre Records und das goldene Händchen des Erfolgsproduzenten
Gerhard Magin (Crematory, Theatre of Tragedy, ....) beflügelte die Jungs
zu einem konsequenten Neuanfang mit dem vorliegenden vierten Album
"E-Mania".
Das Resultat ist immer noch zu 100 Prozent EVEREVE,
denn vom ersten Ton an spieget sich die altebekannte Gothic-Atmosphäre
wieder. Harte Metal-Gitarren, wie eh und je. Nun aber definitiv auf den Punkt
gebracht mit knochentrockenen, straighten Beats und angereichert mit
zahlreichen elektronischen Soundspielereien. Endgültig vorbei sind
allerdings die Zeiten der nervigen Metal-Shoutings, hier setzt sich
überraschend der cleane und melodische Gesang von "MZEve51" gekonnt in
Szene. Unendlich erscheinende nebelschwadenschwangere epische Ausuferungen sind
raffinierten und kurzweiligen Wort- und Soundbildern gewichen und im
Vordergrund steht definitiv der straighte, tanzbare Metalsong.
EVEREVE scheinen ihre turbulente Vergangenheit entgültig
hinter sich gebracht zu haben und haben mit einem gewaltigen
Kreativitätsschub den Entwicklungsprozeß der musikalischen
Neuorientierung, der mit "Regret" andeutungsweise begonnen hatte mit "E-Mania"
bravourös abgeschlossen. Wie die Erfahrung zeigt, gelingt ein solcher
Balanceakt zwischen Metal, Elektro und Gothic nicht immer. Doch für
EVEREVE war der Entstehungsprozeß dieser Platte eine Art Selbsttherapie.
So stecken in den Songs extrem viele verarbeite dunkle Seelenanteile, hinter
denen EVEREVE zu 100 Prozent stehen. Und das spüren die Leute, durchaus
auch die Fans der ersten Stunde, die Anfangs mit dem modernen
"Cyber-Gothic-Metal" von "E-Mania" ihre Anlaufschwierigkeiten haben
könnten. "E-Mania" ist die definitive Mädchenmukke (so die
Bandpromoterin), Seelenrecycling für die Band selbst, das Coverartwork
pure Provokation und eine Coverversion, an der sich bewußt die Geister
scheiden sollen. Liebt es oder hasst es, für uns das Album der
Woche.
Sir Ritchie für
GOTHICWORLD
Hier die "E-Mania"-Tracklist in
EVEREVE´s own words:
01. K.M. (Most Terrible
God) "Knochenhart, treibend; theatralischer Chorus; innerlich zerrissen,
Wahn; mechanisch-klat, tödlich; Komm und hol mich ..."
02.
Pilgrimage "Alt trifft neu; Killer-Beats, ausgeprägtes
Retro-Feeling im Stile der Siebziger; Lauf, lauf - aber erreiche nie das
Ziel ..."
03. The Flesh Divine "Tonnenschwere Rhythmen;
träumerische, schwebende Vocals; Chorus zum Davonschweben; Der innere
Krieg geht nie zuende ..."
04. Someday "Schön und
gefährlich zugleich; die mechanische Präzision eines Urwerks
verbunden mit sagenhaften Adrenalinrausch; Eightties-Vives; Eines Tages
weiß ich, was hinter allem steht ..."
05. This Is Not
... "Das Ergebnis einer Symbiose: kranke einsame Seele und
ungezügelte Gewaltexzesse; beschwörend, emotional, verzweifelt,
wütend; Dies ist nicht meine Last ..."
06.
Suzanne "Tribal rollercoaster, blutiger Sex; eine durch den Fleischwolf
gedrehte Liebesbeziehung: schwarz, stark, hart; Gemeinsam steigen wir
empor, gemeinsam gehen wir zugrunde..."
07. Demons "Das Gute,
das Böse, das Ekelhafte und die Schöne unterwegs mit einer
Groove-Maschine; ein Monsterritt; orientalische Keyboards; heimgesuchte Seele;
Fühle das Glück und spüre, wie es zwischen Deinen
Händen zerbricht ..."
08. Ligeia "Weibliche Stimme trifft
auf psychotische männliche Vocals; rein elektronisch; inspiriert durch
E.A.Poe; Delirium; Das Selbst kann gegen jede Kraft bestehen
..."
09. See The Truth "The Sky is the Limit;
Space-Sci-Fi-Groove; aggressive Tribalattacken, straighte Beats; sanft
zugleich; Suche die Wahrheit, Mensch, Du wirst sie nie finden
..."
10. T.o O.ur D.enial "Eine Reise durch die Galaxie, bis
in die Tiefe des schlimmsten Verlusts; eingängiger Chorus;
Hinabrutschen und nie mehr auftauchen ..."
11. Fade To
Grey "Man-with-balls-Version eines Popklassikers; nur für echte
Kerle; Liebe es oder hasse es ..."
12.
51.51.51 "Sci-Fi-Industrial-Feeling mit multiplem Orgasmus; F... me
and kill me ..."
Kontakt:
Label:
www.massacre-records.com
Promotion:
www.focusion.de
Bandpage:
www.evereve.net
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