CD-REVIEWS:

Transgression By Numbers    KILLING MIRANDA:
"Transgression By Numbers" CD
(NIGHTBREED, Ausfahrt/SPV)
     

Killing MirandaDaß KILLING MIRANDA im Vereinigten Königreich schon spätestens seit der Veröffentlichung des Vorgängers "Blessed Deviant" für Furore sorgen, weiß jeder deutsche Goth-Tourist, der sich in London in einschlägigen Schuppen wie "Slimelight" oder "Gossips" umgetan hat. Mit ihrem neuen Longplayer "Transgression By Numbers" wird sich ihr Bekanntheitsgrad wohl hoffentlich auch in Deutschland steigern. Nach wie vor bestechen die vier Gothrocker durch ein enormes Potential beim Songwriting. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das neue Album jedoch um einiges härter augefallen: Harte fast metallische, auf das wesentliche beschränkte Gitarren ergänzen sich mit Drums und Elektronik zu einem Material, daß sich bestens für die auch schon bisher äußerst energiegeladenen Auftritte der Band eignet. Die Produktion erweist sich als Glücksfall und macht das Teil auch für die Disco überaus attraktiv.

Mit "Discotheque Necronomicon" beginnt das Album gleich mit dem ersten Kracher, der sich zu einem echten Szenehit mausern könnte, im UK ist er das bereits. Genial auch Track 2 "Spit" dessen Gitarren an KRUPPS zu ihren besten Zeiten erinnern und der gleichzeitig doch eine gewissen Batcave-Charme versprüht - gelungenes Experiment. Weitere Highlights sind "Salome" und "Blood/Seed" welche mich am stärksten an Perlen des "Blessed Deviant"-Albums erinnern. Vor allem "Blood/Seed" entpuppt sich als eine energiegeladene Gothballade, die ihres Gleichen sucht.

Killing MirandaSongs wie "Blessed Deviant", "Transgression By Numbers" und vor allem das brachiale "Meat" bringen die Band in, in diesem Falle angenehme Nähe zum Industrialrock ala MINISTRY. Während Songs wie "Teenage Vampire" (gleichnamige Single) und "See You In Disneyland" die dunklen und aggressiven Seiten mit begrenzten Punk-Anleihen und ihren ironischen Texten augleichen. Wie man sieht, "Transgression By Numbers" ist (wieder!) ein höchst abwechslungsreiches Album geworden, daß sich zu kaufen lohnt. Beim ersten Hören mag man so seine Probleme haben, später kriegt man das Teil nicht mehr aus dem Player, und solche Scheiben sind wahrhaft selten geworden...


Martin Ka für GOTHICWORLD


Kontakt:

Label: www.nightbrd.demon.co.uk



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