CD-REVIEWS:
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LOVE LIKE
BLOOD: "Chronology of a Love-Affair" CD (Hall of
Sermon)
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LOVE
LIKE BLOOD haben (wir wollen jetzt hier gar nicht auf die Beweggründe der
Band eingehen, das offizielle Statement könntet Ihr bereits in den
Dezember-News nachlesen), sondern wie bei einer
Compilation-Rezession, Song für Song (bzw. Band für Band) die
Chronologie durchleuchten. Man sehen ob es Yorck und Gunnar Eysel gelungen ist,
anhand von Coverversionen der Kult-Klassikern einen autentischen Umriß
der letzten zwanzig Jahre Gothicrock zu umschreiben:
01. JOY
DIVISION: "Decades" Sicher wirklich eine der Bands, mit denen damals das
hier alles angefangen hat, und die niemals unerwähnt bleiben darf.
"Decades" ein wunderschöner Song, der hier natürlich eine
zusätzliche Portion LOVE LIKE BLOOD-Schwere hinzukriegt. Für
eingeschworene LLB-Fans zuwenig, für manche JOY DIVISION-Anhänger
fast schon zu viel. Aber da die jüngere Generation die Band vielleicht
sowieso nur vom Hörensagen kennen wird, genau die richtige Mischung.
02. BAUHAUS: "She´s in Parties" Mein Gott, das erinnert mich
an alte Zeiten, als ich noch in Kreuzberg gelebt habe, von daher bin ich hier
subjektiv vorbelastet und schwelge in alten Erinnerungen! Die Platte ist mir
irgendwann mal geklaut worden, so freu ich mich über das Geschenk von LOVE
LIKE BLOOD. Muß mir aber unbedingt demnächst wieder das Orginal
besorgen!
03. THE CURE: "Strange Days" Es fällt auf, daß
Yorck erst gar nicht versucht, seine Stimme so wie Robert klingen zu lassen.
Vielmehr singt er wie bei einem "ganz normalen" LLB-Song. Und eben das macht
den Reiz dieser Version aus: Lockerer Gitarrenpop mit LLB-mäßigem
Tiefgang.
04. THE SISTERS OF MERCY: "Lucretia my Reflection" Als
äußerst spannende Sache entpuppt sich diese Interpretation des
SISTERS-Klassikers, hier lassen des die Eysel-Brüder zum ersten Mal so
richtig krachen! Rock'n Roll!
05. CHRISTIAN DEATH: "Church of No
Return" Von jetzt an geht es Schlag auf Schlag! Klingt ein wenig nach
CHRISTIAN DEATH, LOVE LIKE BLOOD, könnte aber auch vom letzten CATASTOPHE
BALLET -Album kommen. Rock'n Roll! Denn es macht Spaß!
06. THE
MISSION: "Wasteland" Grandios ist diese Version eines der härteren
Stücke von THE MISSION, als wärs LOVE LIKE BLOOD auf den Leib
geschneidert! Klasse!
07. THE CULT: "Rain" Auch eine Band, die ich
zusammen mit LOVE LIKE BLOOD schon immer verehrt habe. Die LLB-Version bleibt
auch nah am Orginal. Absolut kein Fehler.
08. JESUS AND MARY CHAIN:
"April Sky" Nunja, zunächst dachte ich daß ich hier eine
SMOKEY-Coverversion höre (Who to fuck is ...), aber nun ja, man
muß ja nicht jeden Song mögen.
09. FIELDS OF THE NEPHILIM:
"Love under Will" Mittlerweile sind wir in den 90igern angelangt und diese
Dekande wird von einem Klassiker eröffnet, von dem ich dachte, daß
er nicht mal von GOTT gecovert werden könnte! Man lernt halt nie aus!
Respekt vor dem Mut, sich an so was heranzuwagen, und es dabei so gut zu
machen!
10. LOVE LIKE BLOOD: "Injustice" Fast vermessen, sich selbst
zu covern? Andere machen das zwar auch dauernd, mit irgendwelchen unendlich
gleichen Remixen ein Album zu füllen . Nur auf diesem Album hätte es
nicht sein müssen, sich selbst in den Reigen der Gecoverten zu stellen
(kleiner Minuspunkt!)
11. KILLING JOKE: "Love Like Blood" Auch nicht
neu, denn das gabs schonmal vor zwei Jahren auf dem "Snakekiller"-Album, aber
KILLING JOKE hats verdient hier nochmal erwähnt zu werden. Und die Version
ist immer noch so frisch, wie vor Jahren!
12. PARADISE LOST: "True
Belief" Ich merke schon, langsam aber sicher nähern wir uns der
Gegenwart. Obwohl noch ein Werk bevor uns das Paradies verließ. So sollte
man es denen mal wieder vorspielen?
13. LACRIMOSA: "Copycat" Ich
bekam schon vor Monaten einen Roughmix (instrumental) zugespielt und konnte es
absolut nicht zuordnen. Ihr werdet es vieleicht auch erst beim Text
wiedererkennen, aber schon interessant was LLB aus dem Song gemacht haben!
Absolut fett, halt völlig anders!
14. TYPE O NEGATIVE: "Black
No.1" Ähnlich wie bei den FIELDS, ein Song der eigentlich
unberührt bleiben sollte! Aber hörts Euch an und urteilt selbst was
besser ist! Ich find es durchaus gelungen! Ein Meisterwerk im neuen
Glanz!
15. TIAMAT: "Whatever that hurts" Auch bei der Interpretation
eines der besten Songs aus der Feder von Mister Eglund haben sich LLB wieder
viel Freiraum gelassen. Wir nähern uns dem Status Quo der
Gothicrock-Szene, was kommt dann?
16. MARILYN MANSON: "The great white
World" Achja, er halt wieder! Obwohl viele sagen, das wäre ja gar nicht
"gothic". Aber da scheiden sich die Geister und gleichwohl ist es ein Punkt,
hier in der Gegenwart angekommen, sich zu fragen, wie eine Compilation der
nächsten zwanzig Jahre aussehen wird!
Ich seh schon "Join Me"
und "Gothic Girl" in der Trackliste. Aber das ist dann hoffentlich nicht der
Job von LOVE LIKE BLOOD, die hier vielmehr ihren eigenen Wurzeln ein
persönliches Denkmal gesetzt haben und allein der Mut, sowas in solcher
Qualität in die Tat umzusetzen, ist ein Meilenstein unserer
Geschichte. LOVE LIKE BLOOD haben keinen einzigen Song einfach nur
nachgespielt, sondern ihre eigenen Gefühle in Verbindung zu den Songs und
der entsprechenden Zeit in ihrer eigenen Weise umgesetzt. In jedem Song
spürt man die überwältigende Mischung der Orginalsongs und der
unverkennbaren Handschrift von LOVE LIKE BLOOD - definitiv - Album der Woche
(und der letzten zwanzig Jahre nachträglich!)
Homepage:
www.love-like-blood..com
Label: www.hall-of-sermon.de
Ritchie für
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