own words / self-review:

Chronology of a Love-Affair    LOVE LIKE BLOOD:
"Chronology of a Love-Affair" (Hall of Sermon)
     

Love Like Blood




Nachdem wir im CD-Review zu LOVE LIKE BLOODs neuen Album "Chronology of a Love-Affair" unseren Senf zu den einzelnen Coversongs gegeben haben, haben wir nach einigem Hin- und Her ( "Holy Jesus, du willst 16 Songs und ein halbes Jahr Arbeit in einer Kurzfassung!!??? ... okay versuchen wir es ...") Yorck und Gunnar Eysel dazu gekriegt, selbst ein kurzes Statement zu jedem Stück abzugeben:



JOY DIVISION: "Decades"
"Die bekannten Songs wie "Love will tear us apart" sind "totgecovered", der Song und sein Titel waren der perfekte Albumopener."

BAUHAUS: "She´s in Parties"
"Den Song haben wir früher oft in den Discos gehört, auch nicht der Paradesong der zu oft gecovered wurde, ein Song mit einer erstaunlich perfekten, liebevollen Produktion. Wirkt eigentlich sehr "punky" auf den ersten Blick, aber die eingesetzten Effekte sind im Kontext zum Produktionsjahr einen Oscar wert."

THE CURE: "Strange Days"
"Hauptsache keinen der Hits und The Cure hatten ja auch schon vor ihrem Durchbruch im Mainstream Hits ohne Ende, irgendwie passt der Songtitel zu dem Tag als uns das Album in den Kopf kam, der Song lebt hauptsächlich von den Vocals, die Gitarren sind mehr schlecht als recht, ein Song dem man noch ein wenig mehr Cure wie man sie heute kennt einverleiben konnte."

THE SISTERS OF MERCY: "Lucretia my Reflection"
"Wir wollten einen Song vom Durchbruch Album der Sisters, auch wenn dieser die Copyright-Chronologie verletzt nehmen, eher zufällig fiel die Wahl auf Lucretia. Erst haben wir die Wahl des Songs verdammt, da das 6 Minuten Original nur aus einem einzigen 4-Takte Bass-Riff besteht und wir viel Arbeit in Details stecken mussten, um den Song neues Leben einzuhauchen."

CHRISTIAN DEATH: "Church of No Return"
"Eine Band die eigentlich keinen wirklichen Hit hat aber immer bei Roots von Gothic auftaucht, der Song ist einfach eine persönliche Präferenz, einer der wenigen guten Songs die Valor geschrieben hat, liegt vielleicht auch an den Vocals von Gitane Demone."

THE MISSION: "Wasteland"
"Vielleicht die Band die wir wirklich verehren. Wir wollten einen alten Klassiker, der noch den roughen Spirit der Anfangszeit widerspiegelt. Wir empfinden das Original eigentlich so wie es ist perfekt, bis auf den synthetischen immergleichen Bass. "Wasteland" war eine der Herausforderungen, da klar war, dass wir in eine andere Richtung gehen müssen wie das Original."

THE CULT: "Rain"
"Der Song schlechthin von Duffy und Astbury, aus einer Zeit in der The Cult noch nicht in den Hard Rock abgewandert sind. Anfangs waren wir ein wenig ängstlich, da Ian Astbury's voice sich in einer eigenen Liga bewegt und zudem noch so gegensätzlich zu Yorck's voice ist. Daher blieb uns nichts anderes übrig als Female Backings zu nehmen und die Lead Vocals des Chorus in einen Harmoniegesang umzuwandeln. Noch einen Loop darunterlegen und Rain animiert wieder, um auf der Tanzfläche zu abzuzappeln."

JESUS AND MARY CHAIN: "April Sky"
"Für manche heute eine unbekannte Nummer, aber damals waren JATMC die grosse Nummer in Amerika und versprühten die gleiche Introvertiertheit wie Joy Division. "April Skies" dürfte sicherlich der Hit sein. Das Original ist ein wenig verwirrend, da ein 3-Riffs ständig durcheinander geworfen werden und ein Songschema nur schwer auszumachen ist. Sehr typisch für die Zeit."

FIELDS OF THE NEPHILIM: "Love under Will"
"Wir wussten, nur auf keinen Fall "Moonchild" oder "Preacherman" u.ä. Songs. Wohl der gefährlichste Song des Albums, immerhin haben wir früher Jahre gegen die "Copy" Vorwürfe kämpfen müssen! Eigentlich auch ein Song, der so wie er ist einfach perfekt ist. Die Schwierigkeit bestand also sich Änderungsansätze zu suchen, daher haben wir die immergleiche Leadgitarre in den Verses pausieren lassen und den Spannungsbogen des Schlusschorus entfernt und bringen bereits im zweiten Chrous das Schlussriff. Die Verses klingen jetzt ruhiger, fast balladesk, der Chorus gewinnt dadurch ein wenig mehr an Power und Dynamik, auch weil wir noch ein, zwei Gitarren hinzugefügt haben um den Epic- / Doomcharakter mehr hervorzuheben."

LOVE LIKE BLOOD: "Injustice"
"Unverschämt sich selber einzureihen und ein Remake eines Songs vorzunehmen, nicht war? Injustice haben wir zwei Wochen vor dem Studiotermin ausgewählt und wurde als letzter Song arrangiert und aufgenommen. Irgendwie hat uns unser eigener Part nicht ganz so interessiert. Warum Injustice? Da die Songs von der Ecstasy Mini-CD, unserer Meinung nach, ein wenig unter Wert laufen. Wir haben so viele Fans der frühen Love Like Blood Tage getroffen, die immer wieder Songs von der Ecstasy als Faves nannten."

KILLING JOKE: "Love Like Blood"
"Die Intention ist ja wohl offensichtlich, der Cover stammt ja aus den Snakekiller Sessions und wurde nur re-mastered. Band und Song sind somit eine ganz persönliche Betrachtung, ob Killing Joke nun Gothic sind oder nicht spielt eigentlich keine Rolle."

PARADISE LOST: "True Belief"
"PL ist wohl die Band die Gothic die Tür in ein neues Jahrzehnt geöffnet haben, sicherlich die Begründer von dem was man heute Gothic-Metal nennt. Es musste also ein Song von ihrem "break-through" Album Icon sein. Es war wichtig nicht allzu viel von dem neuen Element Metal zu entfernen, daher ist der Song nahezu identisch wie das Original. Ein, zwei "gothischere" Gitarren dazugefügt, den Gesang ein wenig stimmiger gestaltet."

LACRIMOSA: "Copycat"
"Lacrimosa ist wohl die bemerkenswerteste deutsche Lichtgestalt, wenn es um düstere Musik der vergangenen fünf Jahre geht. Leider liegt uns der Musikstil am Wenigsten, auch da fast alle Songs in deutscher Sprache vorliegen. Am kompatibelsten war einfach Copycat. Dieser Song war wohl der Schwierigste und ist der einzige Song bei dem wir das Originaltempo verändert haben. Eigentlich haben wir den Song komplett neu geschrieben, wir haben lediglich das Bass-Riff übernommen, dass nun von Strings gespielt wird, und die Chrous-Vocals übernommen, und natürlich die Grundharmonien. Auf den ersten Blick, ist unsere Version jedoch fast ein neuer Song. Aus einem schnellen metal-lastigen Hard-Rock Song, haben wir eine epische Doom-Nummer geschrieben, die sich unserer Meinung nun besser in die Lacrimosa Discographie einfügt."

TYPE O NEGATIVE: "Black No.1"
"Die nächste Band, die die Metamorphose von Death Metal zu Gothic-Metal geschafft und nach vorne getrieben hat. Black No.1 ist der Hit und wir haben mit purer Absicht den Song gewählt, bei dem viele sagen werden "schwächer wie das Original". Purer Masochismus um eben aufzuzeigen, dass es bei "Chronology of a love-affair" nicht um's Besser Machen geht. Wer's trotzdem sagt, hat das Album nicht verstanden. Eigentlich haben wir nicht viel zum Original verändert. Das original lebt von den Vocals und dem Bass-Hook, die Vocals 1:1 nachzuäffen wäre wohl peinlich gewesen. Du findest eine neue zusätzliche Gitarre und kannst zum Ersten Mal Black No.1 mit Gitarre und Bass hören, die sich auch nach Gitarre und Bass anhören."

TIAMAT: "Whatever that hurts"
"Reden wir über Gothic der Neuzeit und dem neuen Element Metal, dann darf Tiamat nicht fehlen. Mit ihrem Album "Wildhoney" haben sie den Durchbruch geschafft und dieser Song ist einer der stärkeren auf dem Album. Hat diese sehr schönen "Pink Floyd vibes". Auch hier haben wir darauf geachtet nicht zu viel von den "metal-typischen" Elementen wegzunehmen, lediglich die Toms des Chrous haben wir durch die Kickdrum ersetzt und die synthetischen Elemente durch Akustische, dann noch schnell die nette Keyboard Line vom Fade Out des Originals über alle Chorus Parts gelegt. Auch hier klingt die Gesangmelodie etwas stimmiger. Bei vielen Death Metal Sängern leiden leider die ersten gothischen Platten unter dem Gesang."

MARILYN MANSON: "The great white World"
"MM fügt sich perfekt in die Veränderung die Gothic in den vergangenen Jahren durchgemacht hat ein. MM kombiniert so geschickt musikalische Einflüsse und Klischees, dass man darüber nur streiten kann, aber an ihnen nicht vorbei kommt. Warum diesen Song, da in unseren Ohren dieser Song am "gothischsten" klingt. Wir haben Alles was ätzt entfernt und durch harmonischere Parts ersetzt. Die roughen und aggressiven Elemente wurden durch Loops und Samples wieder hinzugefügt. Schwierig war der aggressive und etwas lyric-überladene Gesang mehr "relaxed " zu interpretieren. Deshalb haben wir in den Verses einen flüsternden Kontragesang hinzugefügt."


Love Like Blood
Die Gothicworld bedankt sich bei Yorck und Gunnar und wünscht ihnen viel Erfolg mit diesem mutigen Projekt. Wir sind schon gespannt, wie die Reaktionen sein werden!
 


Mit freundl. Unterstützung: www.focusion.de
Homepage: www.love-like-blood..com
Label: www.hall-of-sermon.de
 
Ritchie für GOTHICWORLD


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