CD-Reviews
Morgenrot    STENDAL BLAST:
"Morgenrot" CD
     

Tja, so gehts, wenn man CD für Reviews aus den Händen gibt - meistens kommen sie nie wieder und geschweige denn ein Ton darüber. Leider hatte ich vorher nur einmal kurz reingehört, so kann ich selbst nicht viel darüber sagen. Weils aber schon so lange angekündigt ist, lassen wir hier die Meinung unserer lieben Kollegen von Klangwald und www.wrath.de darüber rezisieren:


"Stendal Blast sind in ihrem gut zehnjährigen Bestehen schon immer etwas besonderes gewesen. Sorgte das erste Album „Was verdorrt“ 1995 für wahrlich kontroverse Reaktionen, so wußte man beim Nachfolger „Alles Liebe“ 1998 nicht so recht, ob die Band die teilweise sehr skurrilen Stücke nun wirklich ernst meinte, oder den Hörer doch nur auf die Schippe nehmen wollte.

Den gleichen Eindruck hat man vom neuen Album „Morgenrot“, wenn da etwa im Titelstück, einem vordergründig netten NDW Pop-Song von „niemals saß auf der Mauer auf der Lauer eine Wanze“ gesungen wird. Dank eingängiger Melodie und einprägsamen Refrain bleibt das Stück dann auch gleich im Gehörgang hängen. Na das wäre doch der perfekte Song zur Grand Prix Vorausscheidung gewesen, um Stefan Raab Paroli zu bieten.

Ansonsten gibt die Band wieder ihre ganz eigene Art von Botschaften zum besten, ist mal zynisch, dann wieder boshaft, nicht immer ganz ernsthaft und eindeutig nicht in irgendeine Schublade zu verfrachten. Das musikalische Grundgerüst ist elektronischer Art, angereichert durch E-Gitarren, aber weder Electro noch Rock. Typisch Stendal Blast halt. Das die Band trotzdem gerne gehört wird, beweist, daß mit „Öl“, dem genialen „Du bist nicht so schön“ und dem abgedrehten „Der Hahn ist tot“ alleine drei Stücke des letzten Albums zu wahren Tanzflächenhits avancierten. Wobei letzterer Song mit „Heul nicht“ auf „Morgenrot“ eine Fortsetzung zu finden scheint.

Aber auch sonst ist für Kurzweil gesorgt, sei es in der Interpretation „Schimmelreiter“, mit dem göttlichen „Das Ist Nichts“, oder „Keine Wahrheit“, bei dem u.a. Christian Komorowski, seines Zeichens Geiger bei Deine Lakaien, mitgewirkt hat.

Vermißt habe ich lediglich eine Fortsetzung zu „Willi am Ende“. "

Rezension von Thorsten Kübler für den Klangwald



"Stendal Blast vereinen auf Ihrem neuen Werk den Beat des Jahres 2000 mit alt deutschem, wie auch modernen deutschen Texten.
Beim ersten Song `Im Morgenrot' tauchen Stendal Blast in die Geschichte der Redewendungen und stellen sämtliche dieser Art in Frage um ihre Willen im Jahre 2000 durchsetzen zu können. Die Musik auf Morgenrot entspricht die einer modernen Synthie Band, hingegen die Texte wohl ca.. 2 Jahrhunderte zurück ihren Ursprung finden würden. Doch genau diese Verschmelzung dieser beiden scheinbar unvereinbaren Komponenten machen diese CD zu einem einmaligen Hörerlebnis. Anspieltips sind ganz bestimmt ‚ `Im Morgenrot` ‚ Julia, Jolante und Marie' sowie `Das ist nichts' oder ‚ `Alle gegen die Schwerkraft' , das sich mit den alltäglichen Dingen des Lebens beschäftigt und aufzeigt wie einfach man Textideen finden kann in unserer Welt, wenn man nur lange genug die Augen und Ohren aufhält! Der Refrain erinnert dann ein bisschen an Daf` s `Alle gegen Alle`. Und So könnte man dann auch die Musik Stendal Blast`s am besten beschreiben: Ein Stück DAF, etwas von Kraftwerk, viel neuer Synthie Pop Bands und die Texte der vergangenen Jahrhunderte mit einem gesunden Anteil der Moderne.

Zum Artwork des Monats würde ich glatt das Artwork dieser CD ernennen, denn hier hat Carl D. Erling wiedermal eine Wahnsinns arbeit hingelegt! Wertung: 89% "

Rezension von www.wrath.de
 
 
 

"Morgenrot" - Tracklist:
     
01. Im Morgenrot
02. Julia, Jolante und Marie
03. Wunderland
04. Loveback
05. Wo führt das hin?
06. Heul nicht
07. Alle gegen die Schwerkraft
08. Das ist nichts
09. Schimmelreiter
10. Andere Mütter
11. Aktions-Ansage
12. Keine Wahrheit
13. Unterm Kirschbaum ist Schluß



 
ritchie für GOTHICWORLD
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