Exclusive Interview:

JANUS & FLESH FIELD

JANUS (Interview mit RIG mit Hindernissen und technische Ausführungen von Tobias Hahn)

Ja wahrlich ein Interview mit Hindernissen! Nachdem ich mit RIG schon seit längerem E-Mail-Kontakt hatte, er aber auf Grund unserer beidigen Aktivitäten zeitlich nie zu einem Interview zum Release von "Schlafende Hunde" gereicht hatte, beschossen wir es auf diesen Abend zu legen.

Tobias HahnAber der erste der mir von JANUS in die Arme lief war Tobias Hahn, verantwortlich für die Höllenklänge auf "Schlafende Hunde" aber auch auf Produktionen wie dem aktuellen L'ÂME IMMORTELLE-Album oder bei SOPOR AETERNUS. RIG (der Arme) vesuchte sich wohl gerade in einem verborgenen Winkel des Universal D.O.G. gesangstechnisch mit Medikanenten aufzupeppeln.

GW: Hallo Tobias! Kann es ja kaum erwarten Euer Werk "Schlafende Hunde" auf der Bühne zu sehen. Müßt ihr Euch live arg reduzieren, kommt viel vom Band oder wie versucht ihrs rüberzubringen?
Tobias: Nun, die Story wie von CD ablaufen zu lassen wäre zu langweilig, also eins zu eins gibt es das nicht, wozu auch. Vielmehr versuchen wir natürlich die gängisten Sachen, in sich aber trotzdem gewohnt vielschichtig rüberzubrigen. Wir können ja auch nicht erwarten, daß alle Besucher das Album schon kennen, obwohl es sicher hilfreich ist. Die Besetzung neben RIG und mir sind Gitarre und Bass und die symphonischen Elemente werden von Violine und Cello unterstützt. Ursprünglich hätten wir auch gerne einen Live-Drummer dabei gehabt, aber es hat halt leider nicht geklappt damit. Vielleicht das nächste Mal.

GW: Über die Story selbst werd ich nachher hoffentlich nochmal ausführlich mit RIG unterhalten können, zunächst mal über die Person Tobias Hahn. Du bist ja zur Zeit sowas wie der Haus- und Hof-Produzent für die erfolgsträchtigen TRISOL-Releases.

Tobias: So könnte man es ausdrücken, aber es ist nunmal Tatsache daß der Alexander Storm das Gespür für äußerst interessante Bands hat, mit denen sich auf auf menschlicher Ebene gut zusammenarbeiten läßt und mit denen ich ein vielseitiges Betätigungsfeld habe , das jeweils Optimale für sie herauszuholen.

GW: Wobei ich sagen muß, daß mir auffällt, daß du den Band nicht einfach nur deinen Produzentenstempel aufdrückst, denn grundsätzlich ändern sich die Stile der Bands nicht durch dein Zutun.
Tobias: Ja das ist ja eben das worauf es ankommt, das Potential der einzelnen Künstler zu erkennen und entsprechend zu ihrem Vorteil zu fördern. Es wär ja tödlich wenn jetzt alles gleichklingen würde! Oft reicht es nur wenn ich richtig aussteuere, und die Nuancen hervorhebe, was nachher zu hören ist der Musiker, nicht der Produzent. Auf der Anderen Seite kann ich mich mit Vorschlägen und Anregungen einbringen, den Leuten raten jenes besser zu lassen oder mal dies oder das zu versuchen, aber entscheiden tuts der Künstler und das Label, ob das funktioniert.

GW: Was ist nach dem aktuellen L'ÂME IMMORTELLE-Album dein nächster Streich?
Tobias: Nach der Tour geht es mit MANTUS ans Werk und dann werd ich warscheinlich mit WHISPERS OF THE SHADOW das Vergnügen haben, aber das ist noch nicht besiegelt, sicher aber interessant.

GW: Ich bin sicher, dir wird nicht langweilig werden!
Tobias: Sicherlich nicht! Und mit JANUS auf der Bühne zu stehen ist ein herrlicher Ausgleich, wenn meine Augen beginnen viereckig zu werden!

GW: Na dann wünsch ich dir viel Spaß und wir sehen uns hinterher. Vielen Dank!
Tobias: Aber klar, bis später!

Nach dem JANUS-Auftritt, als L'ÂME IMMORTELLE gerade auf der Bühne standen, konnte ich endlich Dirk Riegert erstmals die Hand schütteln und ihm für die gelungene Show gratulieren, das Interview wollten wir dann nachdem alles verklungen war in Ruhe durchführen. Aber es waren immer nur einleitende Worte die uns blieben, mittlerweile war es längst nach Mitternacht. Matthes hatte ich versprochen auch ein paar Worte mit FLESH FIELD zu wechseln, so war das Gesprach mit RIG weiter nach später verschoben.

FLESH FIELD (Spontan-Interview mit Ian & Rian und MEGADUMP-Keyboarder Matthes)

RianIanKann natürlich verstehen, daß FLESH FIELD, erstmals in Deutschland auf ausgedehnter Tour jeden Interview-Termin herbeieiferten, so zogen Ian und Rian und der Tausendsassa Matthes uns für ein paar Worte in english backstage zurück, während vorne noch fleißig Autogramme geschrieben wurden.

GW: Ian, Rian! Muß zugeben, daß ich zuvor nicht allzuviel über FLESH FIELD kannte. Ich wußte nur, daß Euer erstes Album in Deutschland über TRISOL vertrieben wird, kann vor heute abend eigentlich nur den Song "Cyberchrist" von einem NIGHTBREED-Sampler. Aber er hat mir schon sehr gut gefallen und heute hab ich Eurer überzeugende Show gesehen. Aber ich denke so geht es den meisten Besuchern hier, erzählt am Besten mal wie das angefangen hat mit FLESH FIELD.
Ian: Nun, wir kommen aus Columbus/Ohio und ich habe, wenn auch zunächst unter anderem Namen so um 1994 mit dem Songwriting, Aufnahmen und das ernsthaft publik zu machen. Rian und ich haben uns 1997 kennengelernt, seither sind wir zusammen FLESH FIELD.

GW: Ian du machst die Songs, komponierst die Musik?
Ian: Ja, ich tüffle die Sounds und Melodien aus, mittlerweile steuert Rian aber auch viele Textideen bei.
Rian: Ja, die Sounds macht Ian. Ich sage nur zu diesem oder jenem meine Meinung, ob er gut oder weniger gut paßt, war bleibt muß uns beiden gut gefallen.

GW: Mein Eindruck von FRESH FIELD heute abend war, daß es erfrischend untypisch klingt, nicht so wie die meisten einheimischen Produktionen. Ihr habt zum einen unverblümt typische Techno-Elemente in eueren Songs, auf der anderen Seite atemberaubende epische Soundcollagen. Was sind Eurere Einflüsse, was inspiriert Euch zu Eureren Songs?
Ian: Nun, sicherlich Bands wie Front 242, Leather Strip, :Wumpscut: und vieles was man in Deutschland vielleicht gar nicht so kennt, womit wir aber aufgewachsen sind. Auf der anderen Seite aber auch Nine Inch Nails und insbesondere die genialen Filmsoundtracks von Hans Zimmer. Soviel zu den Soundcollagen. Uns reicht eben nicht nur die ewig tretende Bassdrum, wir versuchen eben auch eine gewisse Spannung in athmospärischen Sounds aufzubauen um die eigentlich gradlinigen Dancefloor-Grooves in neue Dimensionen zu bringen.

GW: Wie sieht eigentlich die Electro-Szene in USA im Vergleich zu Europa aus und ist es ein großer Unterschied hierzulande oder in der Heimat auf der Bühne zu stehen?
Rian: Oh ja, es ist ein sehr großer Unterschied. Die schwarze Electro-Szene bei uns ist eigentlich sehr, sehr klein. Überall dominiert Techno und House, oder wenn dunkel, dann geht es mehr in den Metalbreich. Und so macht es sehr viel Spaß hier in Europa, speziell in Deutschland auf der Bühne zu stehn, weil ich das Gefühl habe, hier werden wir eher verstanden.

GW: An dieser Stelle möchte ich auch den Matthes, seines Zeichens Gastkeyboader bei MEGADUMP ins Gespräch bringen! Hey, ihr kommt mir vor als seid ihr schon Jahre lang aufeinander eingespielt?
Matthes: Naja man ist ja lernfähig und es macht großen Spaß mit den beiden hier zusammen zu arbeiten.

GW: Matthes ich hab meinen Augen nicht getraut, als du vorhin bei JANUS die Gitarre bearbeitet hast!
Matthes: obwohl mir gleichmal der Klinkenstecker rausgeflogen ist, hast du gesehen? Das passiert mir am Keyboard halt nie, egal wie ich mich bewege! Aber es macht viel Spaß und warts mal ab, die Tina bringt mir jetzt gerade im Tourbus das Geigenspielen bei, wenns klappt geh ich zum Ende der Tour auch damit auf die Bühne, macht Euch noch auf viel Überraschungen gefaßt!

GW: Ian, Ihr habt demnächst auch ein neues Album am Start?
Ian: Ja, es heißt "Believe Control" und erscheint hier Anfang April bei TRISOL MUSIC and I hope you'll like it!

GW: After this evening, I must say shure! I hope you will have a successful tour, thanx for the talk!
Ian: We thank you and all the audience!

Okay, wieder raus, RIG suchen, denn eigentlich wollt ich ja JANUS interviewen! Mittlerweile war Nacht auf zwei Uhr gerückt, die Anlage war schon abgebaut. RIG saß irgendwo zwischen den Flightcases und rieb sich die Augen. Gerade als er sich wiedermal willig auf meine Frage einstellen wollte, fiel uns Thomas Rainer mit seinem Wiener Charme ins Wort und wir sahen ein, das das heute nichts mehr Rechtes werden wird mit dem Interview. Also werden wir ein auführliches Gespräch im Anschluß an Grippe und Tour nachholen. RIG verkrümelte sich RIG in den Tourbus, wo wohl auch schon Sonja sich zurückgezogen hat, um für die nächste Show fit zu sein! Wir wechselten noch einige Worte über Vergangenheit und Zukunft, das WGT, das GWT, die Szene, die Branche und Gott und die Welt. Und nach einem herzlichen Abschied von der noch verbleibenden Truppe zog der Nightliner seinem nächsten Ziel Nürnberg entgegen...

The Show must go on ...

Fortsetzung folgt:
Bericht aus dem KUZ, Mainz (13.02.) mit ausführlichen Interview mit L'ÂME IMMORTELLE


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Anmerkung: Die hier abgebildeten Photos sind Archivbilder..
- ritchie aus der GOTHICWORLD

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