Event-Report von Ritchie zum 10. M'ERA LUNA - Festval
2009 08. und 09. August - Flughafen Hildesheim-Drispenstedt All
Photos by Volker Stamer / Sir Ritchie
Ein
Interview und ein geniales Festival drumrum!
Nach
einigen Jahren Open-Air-Festival- Abstinenz war "The GothicWorld" (also meine
Wenigkeit) kurzentschlussen mal wieder zu Gast auf dem diesjährigen,
zehnten M'ERA LUNA-Festival in Hildesheim. Zu Gast im wörtlichen Sinne,
denn eigentlich war ich in meiner Funktion als Webmaster der Konzertagentur
WINGS OF DESTINY, die hier die
Bands NO MORE, WHISPERS IN THE SHADOW, STAR INDUSTRY, TYSKKE LUDDER und
natürlich THE CRUXSHADOWS am Start hatte, auch nur auf der
Gästeliste. Trotzdem hier ein paar Festival-Impressionen von mir und sogar
einem ausführlichen Interview mit KRYPTERIA!
Nach gut 500
Kilometer Anfahrt war ich am Samstagmorgen natürlich mehr als
überpunktlich am Festivalgelände und musste mit anderen angereisten
Pressemenschen auf die Öffnung der Akkreditierungshäuschens für
VIP/PRESSE warten. Nach ersten Informationen der anwesenden
Sicherheitskräfte sollte dieses um acht Uhr öffnen, die
Bühnenshow sollte um elf Uhr starten. Zum Glück gab es ab sieben Uhr
schon mal Kaffee auch außerhalb des Festivalgeländes. Dann
hieß es neun Uhr und um zehn war es dann endlich soweit und die VIPs und
Presseleute durften auch endlich aufs heilige Gelände. Der
VIP/Pressebereich war dieses Jahr erstmals im Tower des Flugplatzes
untergebracht, doch hier stellte sich sich schnell Ernüchterung ein. Ich
war zwar nicht, wie die Male zuvor als PRESSE akkreditiert, sondern nur auf der
Gästeliste, also eigentlich ein VIP. Jedoch erhielt ich nur ein
Wochenend-Bändchen um den Arm und hatte dementsprechend kein Zutritt zur
VIP/PRESSE-Area, obwohl ich doch immerhin mit einem Label wie ROADRUNNER
RECORDS genau dort ein Interviewtermin hatte! Aber gut, es ist ja zu verstehen,
daß es für einen Veranstalter wie SCORPIO nicht gerade einfach ist,
solche Organisationsfragen im Detail immer hundertprozent händeln zu
können, zumal die Termine recht kurzfristig zustande gekommen sind und der
Veranstalter vom Interviewtermin wohl gar nicht informiert war. Alles in Allem
hat ja letztlich doch noch alles geklappt und hierfür meinen besonderen
Dank an Sybille von ROADRUNNER RECORDS, die mir dann kurzfistig den
Interviewtermin in der Presse-Lounge gewährleisten konnte.
Doch
zunächst zu den allgemeinen Festivaleindrücken aus Sicht eines VIPs
unter Besuchern. Es hat sich schon eine Menge verändert seit meinem
letzten Festivalbesuch in Hildesheim, das war der Wahnsinnssommer 2004 mit
WOLFSHEIM, LACRIMOSA, COVENANT, WITHIN TEMPTATION, ... (siehe
GW-Archiv) Das Gelände erschien mir im Vergleich zu
damals schier unendlich! Zelte soweit das Auge reicht, ein Mittelalterdorf,
lange Reihen von Duschkabinen, Waschbecken und Dixi-Klos, unzählige
Verkaufsstände, Fressbuden und jede Menge Biertresen des Hauptsponsors.
Auch gab es einige überdachte Sitzgruppen verteilt auf dem ganzen
Gelände, jedoch waren diese schon schnell übervölkert, denn es
war auch in diesem Jahr wieder sehr heiß auf dem M'ERA LUNA, zumindest am
Samstagmittag ...
Samstag, 08.
August
Vorweg muss ich auch anmerken, das dies kein
lückenloser Festivalbericht ist und ich mir nicht alle Bands angschaut und
fotografieren konnte. Keines der Bilder sind im Fotograben entstanden, sondern
allesamt aus dem Publikum heraus. Auch gibt es keine Fotos von den Shows im
Hanger, denn wenn ich da war, war er entweder komplett überfüllt oder
es war gerade Umbaupause. Wer Bilder von den Headlinern wie NIGHTWISH, THE
PRODIGY oder APOCALYPTICA sucht, der wird sicher bei den unten angefügten
Links fündig.
NO
MORE
Auf der stattlichen Hauptbühne, wie auch vor der
Bühne sah es noch etwas unterdimensioniert aus, als das Duo NO MORE das
M'ERA LUNA-Festval pünktlich um elf Uhr eröffneten. Jedoch hatte die
Show der der Kieler Urgesteine des Post-Punk-Proto-Electronica-Kraut-Glam ihren
ganz eigenen Reiz.
WHISPERS IN THE SHADOW
Auch für die spannungsgeladene Powershow von WISPERS
IN THE SHADOW war es es eigentlich noch viel zu früh am Tag. Viele
Festivalbesucher fielen erst einmal über die Angebote in der Shoppingmeile
her, als sich von der gelungenen Show der symatischen Österreicher
hinzugeben. Da ich kein Fan von irgendwelchen Konsumzwängen bin, hatte ich
viel Spaß an dem Wiedersehen mit Ashley und seiner Truppe.
KRYPTERIA
Die erste Band, die nicht nur mit einem etwas
aufwendigeren Bühnendesign, das Publikum endlich hinterm
Frühstückstisch hervorlocken konnte, war KRYPTERIA. Sicher lag es
auch nicht nur an dem Bühnendesign, sondern vielmehr an der quirligen
Fontfrau der Band und letztendlich an einer gelungenen Gothicmetal-Performance,
die den Funken zu einem gelungenden Festival entgültig entfachen konnte.
Mehr Bilder von der Band gibt´s im ausführlichen
Interview mit KRYPTERIA.
LETZTE
INSTANZ
Die LETZTE INSTANZ ist ja bekannt als eine
sichere Bank für gute Festivalstimmung und so enttäuschten die
Dresdener das Publikum mit ihrer souverän dargebotenen Brachial-Romantik
wie immer in keinster Weise.
THE BIRTHDAY
MASSACRE
Die Shootingstars aus Kanada überzeugten erneut mit
ihrer energiegeladenen Show und sympatischer Interaktion mit dem Publikum.
Weitere Bands habe ich am Samstag nur eher aus der Ferne und am Rande
mitgekriegt. Während OOPPH! führte ich ein Interview und ab BLUTENGEL
widmete ich mich ganz den Freunden und Bekannten, die ich beim Festival
wiedergetroffen oder kennengelernt habe.
Sonntag, 09. August
SCREAM SILENCE
Nach einer erholsamen Hotelübernachtung mit meinen
Kollegen von WOD und ausgiebigen Frühstück war, zurück auf dem
Open-Air SCREAM SILENCE mein erster Hingucker. Ich mochte die Songs von Hardy
und Co schon immer und auch 2009 gehen sie mit ihrem Sound noch immer unter die
Haut!
ZEROMANCER
Ebenfalls sehr energiegeladen war die Show von ZEROMANCER,
die sich ja lange rar auf deutschen Bühnen gemacht hatten. Aber sie sind
definitiv noch da und können das Publikum immer noch rocken!
SCHELMISH
Beste Stimmung wie immer auch bei SCHELMISH, die auf dem
M'ERA LUNA die Mittelalterflage hochhielten. Und das wohl auch besser als die
Headliner dieses Generes SUBWAY TO SALLY, wie mir zu Ohren kam, wohl keinen so
guten Tag hatten. Da war ich aber schon auf der Rückfahrt.
L`AME IMMORTELLE
Natürlich gibt es auf dem M'ERA LUNA, wie auf jedem
Festival Bands, die auf Grund ihres Names als Publikumsmagnet verpfichtet
werden. BLUTENGEL zum Beispiel. Auch bei L'AME IMMORTELLE stellte sich bei mir
das Gefühl ein, nichts wirklich Neues gesehen zu haben. Aber auch
Bewährtes kann ja durchaus gute Stimmung erzeugen.
THE CRÜXSHADOWS
Nun, es
ist eigentlich müsig, eine Zeile über THE CRÜXSHADOWS und ihre
Live-Aufritte zu verlieren und als Webnaster der offiziellen deutschsprachigen
Bandpage, würde man mir womöglich Parteilichkeit vorwerfen, trotzdem
war das für mich das die beste Show, die das diesjährige M'ERA LUNA
zu bieten hatte. Entsprechend habe ich es in Mitten des Publikums genossen und
mitgetanzt.und trotzdem noch ein paar nette Fotos schießen können.
Mehr davon findet ihr auf der offiziellen deutschen Bandpage,
www.cruxshadows.de
Kein Act im Lineup dieses Festivals
zeigte mehr Fannähe als Rogue, der aus dem Publikum die Bühne entert
und auch immer wieder ins Rublikum abtaucht, oder hoch über der Bühne
in den Traversen seine Strophen singt. Okay, Dero macht auch seine Stagedivings
und DIE APOKALYPTISCHEN REITER holen ihre Matrosenbräute auch auf die
Bühne, um sie im Schlauchboot ins Publikumsmeer zu schicken, jedoch hat
wohl kein anderer M'ERA LUNA-Act so viele Fanhände gehalten wie
Rogue!
So, hier endet auch leider schon mein diesjähriger
M'ERA LUNA-Report, denn es warteten ja noch viele Kilometer Heimweg auf mich.
Viele weitere Bilder von Acts, auch die ich hier nicht näher eingehen
konnte, findet ihr weiter unten und ein bisschen THE PRODIGY gibts in diesem
Videoclip:
Alles in Allem hat es mal wieder richtig
Spaß gemacht, das M'ERA LUNA. Das Wetter war ausnahmsweise angenehm
dieses Jahr, die Leute waren alle gut drauf und die Organisation war wie immer
sehr professionell. Also dann, bis zum nächsten Jahr!
^y^
Sir Ritchie aus der GothicWorld Danke an Martin Black für mein M`'ERA
LUNA-Portrait