THE GOTHICWORLD presents:
GothicWorldTreffen 2000
30.06. bis 02.07. 2 0 0 0
Wasserburg Geretzhoven
bei Rommerskirchen / Niederaussem (zwischen Köln und Neuss)

 
Pressestimmen:
 

Werbepost Bergheim - Nr. 27 - Mittwoch, 5. Juli 2000:
Schwarz ist die Farbe der Freude
Auf der Burg Geretzhoven fand am Wochenende ein Gothic-Festival statt


Bergheim - Wer sich fragte, ob auf Burg Geretzhoven Trauer die ganz in schwarz gekleideten Menschen beherrschte, die dort für drei Tage ihre Zelte aufgeschlagen hatten, dem musste ein ganz klares Nein geantwortet werden. Im Gegenteil: Die jungen Leute die zum ersten nicht-kommerziellen "Gothic"-Festival gekommen waren, gehören der so genannten Gothic-Szene an. "Das ist eine komplette Lebenseinstellung", erklärte der zum Veranstalter "GothicWorld" gehörende Martin Braun. Die Anhänger dieser Gruppe üben durch ihr Äußeres einen stillen Protest gegen die Gesellschaft. "Wir kritisieren die Intoleranz der Menschen gegenüber Fremden. Außerdem setzen wir uns intensiv mit dem Tod auseinander", sagte Braun.
Der Tod sei für sie etwas ganz Natürliches, und die Farbe Schwarz symbolisiere für sie nicht Trauer, sondern Freude, aber auch Protest. Ihr Ziel sei es, so Braun weiter, das kurze Leben, das den Menschen bleibt, intensiv zu nutzen, und nicht "acht Stunden zu arbeiten und danach mit einer Flasche Bier vor dem Fernseher zu hocken". Mit dieser Veranstaltung wolle man dem "ursprünglichen Reiz und Geist eines Treffens von Gothic-Begeisterten" wieder näher kommen und der zunehmenden Kommerzialisierung der Festivals entgegenwirken. Aus diesem Grund sollen auch die Einnahmen der Veranstaltung einer Organisation, die sich um Straßenkinder und Hunde in Rumänien kümmert, zugute kommen, meinte Braun. So spielten dann auch über 20 in der Szene bekannte Bands aus "Spaß an der Freude". Die geschätzten rund 2000 Besucher trafen aber nicht nur auf Musik, die sich mit der Thematik rund um das Leben und den Tod auseinandersetzt. Auch Lesungen von Rafael Biennia und Oliver Marttin Dahm oder eine Ausstellung von verschiedenen Künstlern boten den Gothic-Anhängern genügend Abwechslung.